Türkei Beratung

< !-- HTML -->

Direkt zum Seiteninhalt

Warum TR?


Der EU-Kandidatenstatus bringt der Türkei neue Auslandsinvestitionen. Unternehmen begehren Chancen auf dem neuen Riesenmarkt, sowie die Chance, von dort aus weiter zu gehen: Die Türkei als Sprungbrett in den Mittleren Osten.

Wenn Sie Bulgarien und Rumänien addieren, haben Sie das, was die Türkei leistet. Mit 70 Millionen Einwohnern ist die Türkei doppelt so groß wie alle neuen EU-Mitgliedstaaten zusammen, doppelt so groß wie Bulgarien und Rumänien und um ein Drittel größer als die Ukraine–ein enormer Markt also. Und westeuropäische Großkonzerne erwägen in Südosteuropa bereits die ersten Verkäufe. Da das besonders gute Geld aber meistens die Pioniere machen, müsste man also meinen: Nichts wie hin in die Türkei, und zwar jetzt, wo noch (fast) niemand dort ist.

So positiv die Einschätzung der Türkei in den letzten Jahren war, hat sich das Land noch viel besser entwickelt, als die meisten erwartet haben
. Sie ist sozusagen der asiatische Tiger an der Pforte Europas.


4.000 deutsche Unternehmen sind bereits in der Türkei.


Erst seit dem 2002 die Möglichkeit eines EU-Beitritts in Aussicht gestellt wurde, werden Finanzdisziplin und Strukturen reformiert, internationale und EU-Standards implementiert. Um die Budgetvorgaben der Maastricht-Kriterien zu erreichen, zog die Türkei ein vom internationalen Währungsfonds vorgegebenes Reformprogramm durch. Die Regierung strich sechs Nullen von der türkischen Lira und wertete sie damit auf.

„Wer jetzt noch Millionär ist, ist es wirklich“.


Die Türkei schloss vor langen Jahren eine Handels- und Zollunion mit der EU ab jedoch erst jetzt kann das Land erst seit einigen Jahren vegleichweise stabile Investitionsbedingungen bieten. Seit Oktober 2005 laufen EU-Beitrittsverhandlungen mit anvisiertem Beitrittstermin (frühestens) 2015, jedoch kaum vorstellbar. Und seitdem entwickelt sich die Türkei zu einem Brennpunkt für Auslandsinvestitionen und Privatisierungen. Langfristig rechnet man mit einen wirtschaftlichem Wachstum von durchschnittlich 5%.


Globale Marken

Führende Auslandsinvestoren sind Frankreich, Deutschland und die Niederlande. Zuckerfabriken, Autobahnen und Telekomverbindungen werden privatisiert. Die Landwirtschaft wird reformiert, Hafenbetriebe an ausländische Betreiber verpachtet. Als besonders chancenreich gelten auch die Automobilzuliefer-und Textilindustrie. Mit Konzernen wie Beko, Mavi oder Efes hat die Türkei globale Marken geschaffen. Und Giganten wie Renault, Ford, Fiat, Pirelli, Mercedes, Bosch, Siemens, Vaillant, Coca-Cola, H&M und Unilever produzieren auf türkischem Boden. 40 Prozent der türkischen Wirtschaftskraft sitzt in Istanbul und zwei Drittel in der Region um Istanbul - Jedes dritte TV-Gerät, das in der EU verkauft wird, ist Made in Turkey. Kaum ein Autohersteller hat keine Fabrik in der Türkei, das Renault-Werk gilt als beispielhaft für Qualität. Die „Financial Times“ bewertete die Industriegebiete um Izmir (Manisa) und Istanbul (Kocaeli) als zu den interessantesten Investitionsgebieten der Welt gehörend.

Zwar hat die Türkei keine nennenswerten Erdöl- und Erdgasvorkommen, jedoch führen Energiepipelines durch das gesamte Land. Die Nähe der Türkei zu erdölproduzierenden Ländern gilt als unersetzliches Kapital für Westeuropa. Die Türkei sieht sich als Knotenpunkt. Und sie erkennt immer mehr ihre strategische Rolle zwischen Ost und West und versucht, ihren Handel zu verstärken mit Ländern wie Armenien, Iran, Syrien oder Aserbaidschan. Gefragt sind nicht nur Energie, sondern auch Maschinenbau, Stahl, Güter der chemischen Industrie und Haushaltsgüter.


Unter 25-Jährige


Wirtschaftlich Denkende, die ihr Geld nicht schon woanders investiert haben, müssten allerdings hüpfen ob der Fakten, die das Land zu bieten hat. Ein Viertel der türkischen Bevölkerung sind unter 25 Jahre alt – undenkbare Demografie in westlichen Ländern. Junge Führungskräfte werden in der Türkei von türkischen und internationalen Unternehmen herangebildet und dann aus den Unternehmen heraus exportiert, vor allem dort hin, wo eine hohe Anpassungsfähigkeit gefordert ist. Die Jungen haben eine enorme Risikobereitschaft: Sie fragen, was können wir machen, wie können wir es verändern. Bei den Gehältern auf Management-Ebene ist die Leistungskomponente mit 30 bis 40 Prozent vergleichsweise, der Anteil von Frauen in gehobenen Positionen überdurchschnittlich hoch. Zudem herrscht bei den Leuten unter 29 Jahren, die 60 Prozent der Bevölkerung ausmachen, ein veritabler Konsum-Boom: Wurden 2001 noch 285.000 Autos in der Türkei produziert, waren es 2008 schon 1.150.000 (Deutschland: 5,6 Millionen).


Landwirtschaft und Häfen


Es müssen noch eine Menge Veränderungen in Angriff genommen werden–deswegen werden zwischen in- und ausländischen Investoren kaum rechtliche Unterschiede gemacht. 2006 wurden bereits 500 Millionen Euro Vorbeitrittshilfen zugesprochen. Einzelne modernen Betrieben stehen derzeit noch einem Bulk an familiär geführten Bauernhöfen gegenüber, die nie gegen einen geöffneten Agrarmarkt antreten könnten. Ziel ist, die Landwirtschaft „auf europäische Standards“ hinzutrimmen, vergleichbar mit jenen der Niederlande oder Dänemark. Allerdings mit einem flächenmäßigen Limit für ausländische Großgrundbesitzer. Hier bestehen auch grosse Möglichkeiten für europ. Gross- und mittelständische, sogar Kleinbauern um in der Türkei mitzumischen.

Häfen, die früher im Staatsbesitz waren, werden auf Zeit privatisiert: Sie sollen an ausländische Betreiber verpachtet werden. Innerhalb einiger Jahrzehnte müssen die Pächter ihre Investitionen refinanzieren. Denn „was in der Türkei fehlt, ist Geld für Infrastruktur“. Einem „Ausverkauf“ werde jedoch mit diesen Limitierungen entgegengewirkt.
Die Türken sind Kapitalisten und viel westlicher als die neuen Beitrittsländer.


Unterschiedliche Einkommen


In den Städten und an der Westküste ist das Einkommensniveau in etwa so hoch wie in Ungarn, in anderen Gebieten jedoch so niedrig wie in Weißrussland. Auch die Betriebslandschaft ist bunt gefleckt. Es gibt hier einerseits hochmoderne Industrieanlagen, und auf der anderen Seite Betriebe, die wie vor drei oder vier Generationen geführt werden. Personal ist von unterschiedlicher Qualität.
An den Hochschulen gibt es ein Punktesystem: Erreicht ein Student eine vorgegebene Punktezahl nicht, bekommt er ein anderes Studium zugewiesen. Viele machen also im Endeffekt etwas, was sie gar nicht wirklich wollen. Motivation entsprechend.


Wenn Sie sich für die Türkei entscheiden…

Grundvoraussetzung ist eine Auswertung der Sie betreffenden Branche. Weiter geht es um die Positionierung, Standortauswahl, ob jemand sein eigenes Personal bringt oder vor Ort rekrutiert, was die Leute können müssen und wie eine Stellenausschreibung aussehen muss. Anwälte, Sprachkurse, Büros, Wohnungen, Infrastruktur, Computerkäufe – alles gehört dazu. Selbst, wenn jemand nur einfach exportieren will, ist es nicht genug, eine Messe zu besuchen und dort einen Vertreter zu engagieren. Vielmehr sollten sich Unternehmer schon davor eine eigene Türkei-Strategie zulegen, denn: „Erwischt man den falschen Vertreter bzw. Berater, hat man seinen Namen in den Sand gesetzt.“


Gerne bin ich „der Richtige“ an Ihrer Seite, wenn es um Türkei


In der Regel erwischen Sie in der Türkei Partner, die es ernst mit Ihnen meinen, aber andere Vorstellungen haben. Man muss also klar sagen, was man will. Zielklarheit, interkulturell geschulte Verantwortliche als Kulturübersetzer und die richtige Auswahl von Experten als Projektbegleiter sind essentiell. Die Menschen vor Ort sind gewohnt, zu kommunizieren und wollen kommunizieren. Der Austausch von Ideen ist sehr wichtig, und auch genau daran kann es schnell scheitern: Zu Beginn der Zusammenarbeit ist häufiges Hin-und Herfahren notwendig, und wenn das nicht geht, sollten Sie täglich telefonieren, wenn auch nur um zu fragen, wie es geht, oder einen türkischen Vertrauten nominieren, der Ihre Interessen vertritt.

Es gibt krasse kulturelle Unterschiede, die schnell zu Missverständnissen führen können aber kein Hinderungsgrund sein sollten es nicht zu wagen
.


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü